Cindy Sherman

Gestaltung von Herburg Weiland. Ingvild Goetz, Karsten Löckemann, Sammlung Goetz (Hrsg.). Hatje Cantz 2015. Beiträge von Gabriele Schor, Barbara Vinken, Leo Lencsés, Carsten Löckemann. Englisch, Deutsch. 184 Seiten mit 152 Abb. 17,6 x 24,6 cm. Fester Einband. 9783775739603. art-15798
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Die Inszenierung von weiblichen Rollenbildern ist das zentrale Thema im Werk von Cindy Sherman. Dabei bezieht sich die amerikanische Künstlerin auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in unserer medial geprägten Welt.

In diesem perfekten Rollenspiel mit Kostümen, Masken und Prothesen, bei dem ihre eigene Identität nahezu komplett verschwindet, hinterfragt Sherman (*1954) auf dem sehr schmalen Grat zwischen Inszenierung und Parodie in ihren Fotografien Klischees und Ängste.

Bekannt wurde die Künstlerin durch ihre mehrteilige Fotoserie Untitled Film Stills (1977-1980), in der sie stereotype Frauenfiguren aus fiktiven Filmszenen der 1950er-Jahre verkörpert. Ihr künstlerisches Prinzip hat sich seitdem nicht wesentlich verändert. In den später entstandenen Serien mit großformatigen Farbfotografien greift Cindy Sherman zum Beispiel Themen wie Modefotografie, Märchengestalten, Horrorszenen und Society Ladies auf.
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