Paul Graham – American Night
Paul Grahams Fotografien befassen sich mit den Strukturen der amerikanischen Gesellschaft, mit den Unterschieden zwischen Ein- und Ausgeschlossenen, Schwarzen und Weißen, Reichen und Armen.
Grahams Publikation "American Night", die ebendieses Thema der sozialen Ungleichheit aufnimmt, ist ganz in weiß gehalten, spielt mit Licht und Dunkel, mit Sehen und Nicht-Sehen. Die Texte sind weiß auf weiß gedruckt und kaum zu entziffern, der Großteil der Fotografien so hell, dass es schwierig ist, Details zu erkennen. Parkplätze, heruntergekommene Freiflächen, Sportplätze und Läden, zerfallene Schuppen, mit Müll überhäufte Plätze werden bei näherer Betrachtung sichtbar. Unterbrochen werden die "hellen" Bilder durch einzelne korrekt belichtete Fotografien, die villenartige Häuser mit großzügigen Garagen und wohlgestalteten Vorgärten zeigen.
Wohlstand wird sichtbar, Armut und Elend verblassen: Paul Grahams Band deckt die (Un-)Sichtbarkeit sozialer Unterschiede auf.