Luke Powell – Afghan Gold
Photographs 1973-2003
Bei seiner Überlandreise von Europa nach Indien im Herbst 1971 geriet Luke Powell in die Wirren des Bürgerkriegs zwischen Indien und Pakistan, und so entschied er sich, den Winter im benachbarten Afghanistan zu verbringen.
Die atemberaubende Schönheit dieses zentralasiatischen Landes mit seinen malerischen Hügeln und Dörfern sowie einer Bevölkerung, die sich zu einem großen Teil selbst versorgt und nachhaltig zu produzieren weiß, faszinierten den jungen Fotografen. Bis 1978 kehrte er jedes Jahr zurück. Anfang 2000 fotografierte er auf Einladung der Taliban in Afghanistan, von Mitte 2000 bis 2003 im Auftrag des Minenräumungsprogramms der Vereinten Nationen. In berückend schönen Landschaftsfotografien, die mit ihren zarten blau-grünen Farben an Aquarelle erinnern, zeigt uns Afghan Gold das ursprüngliche Afghanistan.
Im Textband zum vorliegenden Buch macht sich Powell zum Fürsprecher einer im Grunde friedliebenden Gesellschaft, die sich seit über drei Jahrzehnten im Krieg befindet. Die Aufnahmen und Ereignisse werden in einem ungewöhnlich breiten historischen Kontext präsentiert, der über die Berichterstattung der aktuellen Medien weit hinausgeht.
„It is important for those living in the industrial world to develop an appreciation for the cultures that are sustainable, to learn to see beauty and survival in a world where people raise their own food, walk, pray, and live in families. Living at the crossroads of Asia, the Afghans have watched empires come and go and civilizations rise and fall. Before the recent invasions, the Afghans were exporting food with a near-zero carbon footprint. They have as much to teach us as we have to teach them.“ —Luke Powell