Contemporary Japanese Architecture
448 Seiten, 24,6 x 37,2 cm , 3638 g.
Contemporary Japanese Architecture
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Die japanische Architektur gehört seit langem zu den spektakulärsten Baukünsten der Welt. Im 20. Jahrhundert wurden immer wieder Superlative bemüht, um die Extravaganz, Nachhaltigkeit und scheinbar unbegrenzte Kreativität zu beschreiben. Nicht weniger als sieben japanische Architektinnen und Architekten wurden mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet.

Mit Kenzo Tanges Nationaler Sporthalle Yoyogi für die olympischen Schwimmwettbewerbe 1964 betraten die Metabolisten die Weltbühne und läuteten eine neue Ära ein. Seitdem fällt Japan eine Schlüsselposition in der globalen Architektur zu. Danach war es vor allem Tadao Ando, der einen völlig neuartigen Stil entwickelte und der japanischen Baukunst zu weiterem internationalen Renommee verhalf. In der Folge bereiteten Architekten wie Kengo Kuma (Nationalstadion von Tokio für die Olympischen Spiele 2021) oder Shigeru Ban (Mount Fuji World Heritage Center) den Weg für nachhaltigere Ansätze. Jüngere Generationen entwickelten ihre Arbeit noch weiter im Einklang mit der Umwelt, Tradition und verfügbaren Ressourcen – so zeichnen sich alle vorgestellten Architekten durch eine schier endlose Suche nach Formen aus, mit denen sie auf ihre Umgebung reagieren, anstatt Häuser am Reißbrett zu entwerfen.

Im Vorfeld der Tokyo Games zeichnet dieser Band die jüngsten Entwicklungen in der japanischen Baukunst nach, indem er die Einzigartigkeit des japanischen Erfindungsreichtums aus der besonderen Situation des Landes ableitet: eine hohe Bevölkerungsdichte, eine moderne, effiziente Wirtschaft sowie die regelmäßige Heimsuchung durch Erdbeben oder andere Katastrophen. So unterscheidet sich die japanische Baukunst im Kern von der europäischen und amerikanischen durch die Fähigkeit zu akzeptieren, dass die Welt so unvorhersehbar ist wie die Spiegelungen des Lichts in Sejimas Museumsbau in Kanazwa.

Der Band im XL-Format präsentiert 39 Architekten mit insgesamt 54 Projekten, von Tadao Andos Shanghai Poly Theater, Shigeru Bans Konzerthalle La Seine Musicale über SANAAs Grace Farms, Fumihiko Makis 4 World Trade Center bis hin zu Takashi Suos nachhaltiger Zahnarztpraxis – jeweils mit eindrucksvollen Bildern renommierter Fotografen, Originalgrundrissen, technischen Zeichnungen sowie konzeptionellen Beschreibungen und Kurzbiografien. Ein ausführlicher Essay zeichnet die Bauszene von den Metabolisten bis heute nach und verdeutlicht, wie ein Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft das Fundament zeitgenössischer japanischer Baukunst bildet, wie es in keinem anderem Land möglich wäre. Mit Kengo Kumas neuem Nationalstadion von Tokio für die Olympischen Spiele 2021 schließt sich der Kreis zum Stadion von 1964, als die japanische Moderne mit den Megastrukturen der Metabolisten aufhorchen ließ – das aktuelle Stadion steht für eine maßvolle Architektur, die das Land im Kleinen, Schritt für Schritt verändert.
HerausgeberPhilip Jodidio
VerlagTASCHEN
Jahr
EinbandartFester Einband
SpracheEnglisch, Deutsch, Französisch
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ISBN978-3-8365-7510-2
Artikel IDart-45057

 

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