Die Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903–1999) ist eine Schlüsselfigur der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Als eine der ersten Frauen in der Männerdomäne Architektur entwarf sie Häuser aus Fertigelementen sowie die Einrichtung von Studentenappartements und Möbel. Sie entwickelte ihre Möbel jeweils für bestimmte Orte und liess sie in Kleinserien produzieren. Viele davon sind zu Designklassikern und zu gesuchten Sammlerobjekten geworden.
Der Band 2 dieser insgesamt vierteiligen autoritativen Monografie über Charlotte Perriand widmet sich den Jahren 1940–1955. In diese Zeit fallen ihre ausgedehnten Aufenthalte in Japan (1940–1942) und Indochina (1942–1946). Im Zentrum des Buches steht Perriands Zusammenarbeit mit Jean Prouvé in den Jahren 1952–1955 gewidmet, der ihr Gelegenheit bot, sich intensiv mit der Massenproduktion von Möbeln zu befassen.