Lust am kollektiven Experiment: Nach über 30-jährigen Aktivitäten der Royal Book Lodge (RBL) liefert der renommierte Kunsthistoriker John C. Welchman die erste Studie über dieses Projekt, das ein loses Netzwerk aus internationalen Künstler*innen generierte. Er untersucht die Geschichte und die künstlerischen Praktiken der RBL Kollaborationen, die neben Künstlerbüchern eine Vielzahl intermedialer Experimente hervorgebracht haben, darunter Fotografie, Keramik, Schriftwerke und Publikationen.
Vor dem Hintergrund der diversen kulturellen und politischen Geografien der Beteiligten entfalten sich in dem Band Erzählungen von Migration und - zum Teil künstlerisch inspirierten - Reisen um die ganze Welt. Welchman greift zentrale Themen der RBL auf, wie biografische Konstruktion, Fiktion und Kontrolle, fragt nach ihren situationistischen Traditionen und lässt auch ihre Erkundung gesellschaftlich drängender Themen, wie die Untersuchung von Gewalterfahrungen, nicht aus.