Christine Erhard – Building Images | special edition
Christine Erhard setzt sich in fotografischen Arbeiten mit der Abbildungsgeschichte von Architektur, namentlich der des Neuen Bauens, des Konstruktivismus und des Brutalismus auseinander. Historische Bilder aus dieser Zeit sind Ausgangspunkte für ihre Bildfindungen. Überwiegend greift sie auf Fotografien zurück, die architektonische Räume oder Stadtlandschaften zeigen.
In Ausstellungen werden Erhards Bilder mit installativen Anordnungen in den realen Raum zurückgeführt und so in einer Dialektik von Bild und Raum erfahrbar gemacht. Das fotografische Bild wird in diesen Installationen zum Körper, der zwischen flächigem Ornament, räumlichem Illusionismus und Skulptur changiert.
Die umfangreiche Monografie zeigt die wichtigsten Werke und neue Arbeiten der Künstlerin. Dieses Buch erhielt eine Bronzemedaille des Deutschen Fotobuchpreises 2023/24.
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Christine Erhards fotografische Arbeiten entstehen aus einem skulpturalen Prozess. Sie entwickelt ihre Motive durch präzise entworfene und gebaute Konstruktionen, in denen Materialien, Blickachsen und verschiedene Realitätsebenen aufeinandertreffen. Mit diesen eigens für das fotografische Bild entwickelten räumlichen Konstellationen erschafft Erhard komplexe Bezüge zwischen Raum und Abbildung. Dabei untersucht sie die Wechselwirkungen von Reproduktion, Rekonstruktion und Wahrnehmung.