Karin Hochstatter – gegengerade | special edition
Karin Hochstatter untersucht in ihrem Werk Prozesse der Formbildung und -auflösung sowie die daraus resultierenden Vorgänge visueller Wahrnehmung. Ausgangspunkt sind oftmals unscheinbare, aus industriell-technologischen Produktionszusammenhängen stammende Materialien – etwa Baustoffe oder polymerbasierte Folien –, die sie in fragile, zugleich raumerweiternde Konstellationen überführt. Diese Transformation verschiebt die Grenzen zwischen Alltagsmaterialität und künstlerischer Skulptur und aktiviert zugleich eine Reflexion über die Bedingungen des Sehens.
Das vorliegende Buch dokumentiert Arbeiten aus den Jahren 2012-20, die sich zumeist als singuläre Erscheinungen im Raum manifestieren und das Sehen als situative Erfahrung begreifen.
Besonderheit der Edition: Die Edition TI.w. 2025 ist eine zweiteilige Arbeit, in der das bedruckte Seideneinschlagpapier selber Teil der installativen Hängung werden kann. Dieses dünne, aber robuste Papier kann variabel, gefaltet, geknüllt oder wieder geglättet, gerne etwas plastisch mit Bezug auf eingeschlagenene Bildplatte gehängt werden.
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Karin Hochstatter studierte an der Kunstakademie Düsseldorf; erhielt zahlreiche Preise u. Stipendien u. a. Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln; Ausstellungen/Lehrtätigkeiten im In- und Ausland.